Samstag, 26. März 2011

Flug

So! Ich hab mich nun also doch entschieden, einen Blog zu schreiben, da es meiner Meinung nach die beste und ästhetischste Weise ist, euch mit Bildern und Texten auf dem Laufenden zu halten.

Ich bin am Donnerstag, 24. März um 14.20 in Frankfurt gestartet. Der Flug war super, ich hatte keinen Sitznachbarn und deswegen genug Platz für mich und meinen Kram. Das Essen war okay und ich hatte eine super Auswahl an Filmen, TV Sendern, Radiosendern etc. Deswegen hab ich auf meinem 10h Flug von Frankfurt nach Calgary auch ungefähr 3 Filme, 6 Kurzfilme und kanadische Nachrichten gesehen. Irgendwann als ich mal wieder aus dem Fenster geschaut habe, habe ich das erste Mal Kanada unter mir gesehen. Wunderschön diese Eislandschaft! Ich war ganz fasziniert und musste alle 3 Minuten ein Foto schießen, um den Wechsel der Landschaft festzuhalten. Von fast flacher weißer Tundra über schneebedeckte Berge, dazwischen zugefrorene Seen, der Übergang der Eislandschaft in offene Seen bis zu riesigen Seen, die mit einer gebrochenen Eisdecke überzogen sind und aussehen, als ob man über die Arktis flöge. In diesem Moment hab ich mich ziemlich in die Landschaft verliebt.

In Calgary gelandet, sah alles sehr anders aus als in Deutschland und trotzdem habe ich mich irgendwie sofort wie zuhause gefühlt.
Ziemlich viele Leute sind die Gänge fast schon entlang gerannt. Ich musste meinen Anschlussflug  nach Vancouver in 1,5h bekommen und hab mich gefragt, ob ich wohl auch laufen sollte. Also hab ich, wie ich so bin, einfach mal den ersten Menschen gefragt, der halbswegs sympathisch aussah, wie er das einschätzen würde. Praktischerweise war er aus Calgary und meinte, ich müsse mir keine Gedanken machen, da der Flughafen sehr klein sei. Wir haben uns dann eine Weile unterhalten, als wir zum Zoll gegangen sind und in der Schlange standen. Nun ja und das krasse ist, dass er gerade von einem Skicontest in Frankreich kam. Er war aber kein Teilnehmer, sondern Coach. Wie gut muss man Skifahren, um bei den Winter X Games Europe zu coachen?? Man. Außerdem hatte ich ihn auf 22 oder so geschätzt. Der war dann wohl doch ein wenig älter. Dann gabs noch ein bisschen Streicheleinheiten für die Seele, weil er meinte, mein Englisch sei gut und ich hätte fast keinen Akzent :) Irgendwie empfand ich es auch schon während des Fluges als völlig natürlich nur englische Filme zu schauen und mich auf Englisch zu unterhalten. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich mich länger als 6h daran gewöhnen muss :)

Letztlich hatte der Flieger dann doch eine Stunde Verspätung...Als ich mich ins Flugzeug gesetzt hab, wurde ich von meinem Sitznachbarn mit einer unbekannten Selbstverständlichkeit gefragt, wie es mir gehen würde. Und das war nicht dieses oberflächliche Höflichkeitsding, das ich aus den USA kenne, sondern ernst gemeint. Eigentlich war mir nicht nach Gespräch, da ich auf einmal ziemlich müde (nach 19h Reise) und von der Verspätung auch genervt war. Irgendwie hat er aber nicht aufgehört zu reden :D Er war auch total nett, also hab ich ihm, während er 'Bretzels' gegessen hat, auch von meinem Super-Abschiedsabend mit Cocktail im Supermarkt und dem Ladendetektiv erzählt. (An dieser Stelle ganz besonders schöne Grüße an Flo und die anderen Verdächtigen!) Am Schluss meinte er dann also, er gäbe mir seine Karte für den Fall, dass ich Probleme hätte oder jemanden bräuchte, um einen trinken zu gehen :D Am nächsten Tag hab ich dann mal auf die Karte geschaut. Und was macht Steve? Er ist Präsident und Aufsichtsrat von BGC, einer auf Georessourcen spezialisierte Consulting-Firma :D Diese coolen Kanadier.

Als wir im Landeanflug auf Vancouver waren und ich diese große, beleuchtete Schachbrettstadt gesehen habe, hatte ich das erste Mal ein bisschen Angst, mich dort unten zu verlaufen. (Bis jetzt ist das allerdings noch nicht passiert.) Am Skytrain am Flughafen angekommen, wollte ich ein Ticket lösen, kam aber nicht mehr dazu, weil dann ein Kanadier kam und mir sein Tagesticket mit den Worten 'There you go' in die Hand gedrückt hat. Ich liebe Kanadier!
Das Treffen mit Jenny hat dann auch geklappt und ich hatte am anderen Ende der Welt wieder ein Dach über dem Kopf. Erstes Fazit: Nur ein bisschen von Kanada gesehen, aber das war sehr toll!

3 Kommentare:

  1. Ey, Theresa, du bis ja mal cool! Wenn du so weiter machst, dann kennst du bald die halbe wichtige Welt in Kanada. ;)

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  2. hehe :) keine ahnung, wie ich die alle treffe...

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  3. Tach, du Energieriesenhäschen!

    Du bist also in Calgary gelandet. Das war für mich aber gar nicht so anders als Deutschland, siehste, so unterscheiden sich die Sichtweisen:

    Panama-----------------------Calgary---Aachen
    [Das wäre meine, aber du bist ja auch nur umgestiegen ;) ]

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Praktikum!

    (Ich wollte schon viel früher kommentieren, aber zuhause auf der Baustelle habe ich leider noch kein Internet.)

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